Nach Übernahme: Metzgerei Wasner investiert Millionen in Kletzl und startet Produktion neu
Die bayerische Metzgerei Wasner baut ihr Engagement im Wurstwarensegment weiter aus und hat den traditionsreichen österreichischen Wursthersteller Kletzl übernommen. Der Betrieb mit Sitz im oberösterreichischen Wildenau war zuvor infolge einer Insolvenz im Jahr 2024 stillgelegt worden.
Mit der Übernahme verfolgt Wasner eine klare Wachstumsstrategie und investiert gezielt in den Standort. Insgesamt rund 3,5 Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Produktionsanlagen sowie in den Ausbau der Kapazitäten.
Bereits seit August 2025 wurde die Produktion schrittweise wieder aufgenommen. Am Standort Wildenau werden künftig insbesondere Rohwürste, Salami, Pökelwaren und Rohschinken hergestellt – Produktgruppen, die am Stammsitz in Bayern bislang nicht produziert werden konnten.
Ein zentrales Element des Neustarts ist die Rückkehr des bekannten Rohwurstsnacks „Kletzerl“. Die Produktion erfolgt nach originaler Rezeptur, der Marktstart im Handel ist für März 2026 vorgesehen. Neben klassischen Varianten sind auch neue Produktlinien geplant, darunter eine vegane Version sowie eine Käse-Edition.
Auch beschäftigungspolitisch setzt die Übernahme ein deutliches Signal: Rund 25 ehemalige Mitarbeiter wurden bereits wieder eingestellt. Mittelfristig plant das Unternehmen, die Belegschaft auf bis zu 60 Beschäftigte auszubauen.
Mit dem Einstieg bei Kletzl stärkt Wasner nicht nur seine Produktionsstruktur, sondern sichert gleichzeitig einen traditionsreichen Standort der Fleischwirtschaft im deutsch-österreichischen Grenzraum. Die Kombination aus handwerklicher Tradition und moderner Produktion soll künftig die Basis für weiteres Wachstum bilden.
